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Deine Bedürfnisse entdecken.

Jul 23, 2022
5 min read

Updated: May 21, 2023

„ Ich bin ständig dabei zu funktionieren und weiß gar nicht, was ICH brauche, um zufrieden zu sein! WIE entdecke ich meine eigenen ganz persönlichen Bedürfnisse, wenn ich so abgetrennt von mir und meinem Körper bin?“


Diese wundervolle Frage wurde mir letztens von einer Mami gestellt, die dabei ist ihr Leben umzukrempeln.


Da hab ich nicht lang gefackelt und hab mir für dich ein paar Tips und Impulse zusammen gefasst, die dir dabei helfen eine Verbindung zu dir und deinen Bedürfnissen herzustellen.





Was sind Bedürfnisse eigentlich?

Es gibt verschiedene Arten von Bedürfnissen. Zum einen gibt es alltägliche Grundbedürfnisse, die körperlich notwendig sind. Hunger ist ein Bedürfnis, genauso wie Durst, Atmen oder das Verlangen nach ausreichendem Schlaf.

Aus diesen Bedürfnissen schöpfen wir Kraft und Energie, mit der wir unseren Alltag gestalten.


Ähnlich ist es mit der Natur oder der Bewegung, aber auch Bedürfnisse wie Musik, Lachen, Tanzen, Zeit oder Ruhe helfen uns ein positiv aufgeladenes und sicheres Gefühl in uns zu verspüren. Das Verlangen nach Liebe, Körperkontakt oder Kommunikation sind ebenfalls Bedürfnisse, ohne die für uns ein Leben unvorstellbar wäre.


Um uns von dem alltäglichen MACHEN & TUN zu erholen, brauchen wir also unsere Bedürfnisse. Sie bringen unseren inneren Motor in Schwung und zwar so, dass wir mit Freude und Leichtigkeit überall dort hinfahren können, wo wir gerne sein wollen.


Du kannst dir die Bedürfnisse auch wie eine Art Verlangen vorstellen, die wir Menschen in uns tragen. Jeder hat seine ganz eigenen Bedürfnisse - bedingt durch Charakter, Herkunft, Lebenserfahrungen und Vergangenheit. Diese Bedürfnisse sind also abhängig von dem WER wir sind.



Wenn aus Bedürfnissen Sehnsüchte werden.

Bedürfnisse sind Ressourcen, die wir brauchen, um uns genährt und wohl zu fühlen. Achten wir diese Bedürfnisse nicht, werden aus ihnen tiefe Sehnsüchte, die uns tief traurig, wütend, hilflos, depressiv oder aber auch abhängig machen können. Daher ist es so wichtig, dass wir unsere Bedürfnisse (er)kennen, sie achten und uns um sie kümmern.


Wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse fühlen können, dann können wir auch die Bedürfnisse unserer Kinder viel besser sehen und verstehen. Wir nehmen also nicht nur uns selbst wahr, sondern gleichzeitig haben wir auch so viel mehr Verständnis für unsere Kinder. Wir können besser auf sie eingehen und sie respektieren. Auch wenn wir nicht immer alles nachvollziehen können, so können wir sie doch als eigenständige Wesen mit eigenen persönlichen Bedürfnissen betrachten.


Wir leben ihnen also diese Achtsamkeit der eigenen Bedürfnisse vor. Je sensibler wir Mama‘s also mit unseren Bedürfnissen umgehen, desto eher achten auch unsere Kinder auf sich und können andere Menschen mit ihren Bedürfnissen respektieren.



Eine kleine Übung für dich - ENTDECKE deine Bedürfnisse!

Schaue, wann du für dich einen ungestörten Moment findest. Mach es dir schön, fühle dich frisch und wohl. Wichtig ist, dass du keinen Zeitdruck verspürst, damit du ganz bei dir und deiner Übung sein kannst. Persönliches Wachstum entsteht nicht zwischen Tür und Angel. Dafür braucht es Bewusstsein und die Bereitschaft, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen :-)

  1. Nimm dir einen Stift und ein Notizbuch zur Hand. Schreibe dir nun alle Bedürfnisse auf, die dir in den Sinn kommen. Es sind Dinge, die dir Freude bereiten, dir gut tun und/oder dir leicht fallen. Lass deiner Kreativität freien Lauf.

  2. Wie fühlen sich diese Bedürfnisse für dich an? Schließ deine Augen, atme tief in deinen Bauch hinein. Was für Gefühle lösen sie in dir aus?

  3. Bei welchen Bedürfnissen spürst du eine Sehnsucht, ein Verlangen? Was ist es, was dir im Alltag fehlt? Markiere sie dir mit einem Herzen.

  4. Nun kannst du schauen, welche von denen du leicht und einfach in deinen Alltag integrieren kannst? Fang mit kleinen, feinen Schritten an und erweitere sie Schritt für Schritt.

  5. Schreibe dir diese Bedürfnisse, diese kleinen Erholungsinseln auf deine tägliche TO-Do Liste. Du schreibst keine? Dann wird es Zeit. Integriere sie in dein Leben und kommuniziere sie klar und liebevoll mit deinen Lieblingsmenschen.

  6. Erinnere dich auch gerne morgens vorm Spiegel an diese Bedürfnisse. Notiere dir diese Worte auf Zettelchen und hänge sie dort auf, wo sie täglich sichtbar sind. Lese sie, fühle sie und erinnere dich täglich an sie!


Glaubenssätze.

Unsere DENKWEISEN auf das Leben bzw. unsere negativen GLAUBENSSÄTZE, die sich unser inneres kleines Mädchen damals zu eigen gemacht hat, hindern unser erwachsenes ICH daran, unser eigenes Ding zu machen. Wir haben sehr früh gelernt uns anzupassen und das zu tun WAS MAN SO MACHT!


Du kannst mal für dich schauen, ob es Glaubenssätze gibt, die dich daran hindern, sich für dich klar und selbstbewusst einzusetzen?


Glaubenssätze wie:

  • Ich darf mich nicht ausruhen

  • Ich muss funktionieren

  • Ich muss perfekt und ordentlich sein, um geliebt zu werden

  • Ich muss mich um alle kümmern

  • Ich kann das nicht

  • Ich darf nicht sagen, was ich will

  • Ich darf keine Grenzen setzen

  • Ich muss alles richtig machen

  • Ich muss es allen recht machen

  • Ich bin Schuld, wenn es anderen nicht gut geht


Na? Könnten einige Sätze etwas mit dir zu tun haben? Wir alle tragen solche Glaubenssätze mit uns rum. ALLE! Das magische ist, wir können sie verändern. Wir können aus ihnen positive Mantras zaubern, die wir neu in uns verankern.

Aus ICH DARF KEINE GRENZEN SETZEN kann ICH BIN BEDINGUNGSLOS GELIEBT, AUCH WENN ICH GRENZEN SETZE UND NEIN SAGE werden.


Jetzt fragst du dich wie das geht? Mit der INNEREN KIND HEILUNG. Es gibt ganz wundervolle Möglichkeiten, wie du dich mit deinem kleinen Mädchen von damals verbinden kannst. Wie du sie sehen, fühlen und spüren kannst. Wie du ihr all die Bedürfnisse zukommen lässt, die sie bzw. ihr damals gebraucht hättet.


Durch diese Verbindung entsteht ganz viel Zauber und Magie. Du lernst dich selbst besser kennen und erschaffst dir ein klares Bild zu all deinen Erfahrungen, die du in deinem Leben gemacht hast. Dadurch erfährst du welche Glaubenssätze dich begleiten und du verstehst aus welchen Impulsen heraus du denkst, fühlst und handelst. Sich dessen bewusst zu sein, kann ganz viel in dir und deinem Leben verändern.


Meine Worte für dich:

Ich weiß, dass es im (Familien)-Alltag oft schwierig ist, mit sich achtsam zu sein.

Mama sein, Partnerin sein, Tochter sein, Frau sein oder einfach nur du selbst sein, kann im Alltag zu einer echten Herausforderung werden.


Ganz besonders mit kleinen Kindern sind wir oft fremdbestimmt. Wir wollen, dass es allen gut geht, zerreißen uns und versuchen jedem gerecht zu werden. Und so oft wird nicht gesehen, was eine Mama zu Hause alles wuppt.


Gleichzeitig möchte ich dir sagen, dass es genau aus diesem Grund, Niemandem etwas bringt, wenn du dich verausgabst. Wenn du stets und ständig hart genervt durch deinen Alltag rennst, ungehalten und völlig gestresst über deine eigenen Grenzen hinweggehst.


Du bist wichtig, deine Bedürfnisse sind wichtig. Nimm dich nicht für die anderen zurück. Sei dir selbst dein eigenes Vorbild. Schaue dir an, welche Frau du für dich, deinen Partner und deine Kinder sein möchtest. Fühle sie, liebe sie und lebe sie!


Die Leichtigkeit und Zufriedenheit, die sich dann in dir ausbreitet, schenkt dir Kraft für das chaotische und unvorhersehbare Familienleben. Du erschaffst dir dadurch Raum für mehr Kreativität und bist der liebevolle Fels in der Brandung.


Für ein liebevolleres Miteinander und Füreinander.


Love & enjoy yourself!


Deine Sakina


 
 
 

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