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Sei nicht so hart zu dir!

Oct 25, 2022
3 min read

Updated: May 21, 2023

Stell dir einmal folgendes Szenario vor:

Du wachst zerknautscht an einem verregneten Montag Morgen auf und schleppst dich völlig übermüdet ins Bad, der Blick in den Spiegel heitert dich nicht gerade auf, denn die kurze Nacht hat Spuren hinterlassen.


Am Liebsten würdest du nochmal unter deine Bettdecke kriechen und hörst dich sagen: "Nach mir die Sinnflut!" Denn du weisst, diese Stille am Morgen hält nur so lange an, bis du die Kinder aus ihren süßen Träumen geweckt hast. Gleichzeitig rattert in deinem Kopf die lange To DO Liste auf und ab und dir fällt es schwer dich zu sortieren. Irgendwie fühlst du dich, als hätte dich ein Zug überrollt und du weißt nicht woher du die Kraft nehmen sollst, die Woche zu überstehen, denn eigentlich schreit alles in dir nach Schlaf, Ruhe und Zeit für dich!

Momente in denen du dir wünscht, die bezaubernde Jeannie würde an deiner Haustüre klingeln und dir die schwere Last von deinen Schultern nehmen.


Erkennst du dich in diesem Szenario wieder?



Der Schmerz einer Mama.

Ständig sind wir abgelenkt, stecken fest in negativen Gedanken oder hecheln angestrengt unserer To Do Liste hinterher. Uns plagt regelmäßig das schlechte Gewissen überall sein zu müssen, aber nirgends wirklich mit Herz. Wir glauben (paradoxerweise) es allen RECHT machen zu müssen und gleichzeitig alles RICHTIG machen zu müssen. Wir zerreißen uns körperlich und emotional und ärgern uns, wenn niemand in der Familie sieht, was wir ALLES leisten. Am Ende des Tages bleibt die Leidenschaft in der Partnerschaft auf der Strecke, weil schlicht weg die Energie für ein liebevolles Mit - und Füreinander verpufft ist. Dudümm, es ist ein Klassiker!



Gleichzeitig glauben wir, dass es bei allen anderen rund läuft, nur bei uns selbst nicht.

Denn kaum jemand spricht ganz offen und ehrlich über den Schmerz und die Zerrissenheit, die eine Mama in sich trägt. Was wir bei allen anderen sehen, ist NUR die Fassade, aber nicht das, was in den Herzen und Köpfen vor geht. Wir sehen NICHT den Schmerz, den Stress, den Lärm, das Chaos, das Aushalten der Gefühle, das schlechtes Gewissen, die Schuldgefühle und die Herausforderungen in der Beziehung mit dem Partner.


Du solltest aber wissen, dass du mit dieser Zerrissenheit und all dem emotionalem Durcheinander NICHT alleine bist! All dieses gehört zum Mama sein dazu. All diese Gefühle dürfen wir haben. Wir dürfen sie fühlen, spüren und müssen sie nicht wegdrücken. Es ist ganz natürlich, dass wir immer wieder diese Überforderung und das Chaos in unseren Herzen spüren.


Niemand hat uns beibringen können, was es wirklich bedeutet in die Rolle des Mama seins zu schlüpfen. Wir versuchen irgendwie das Richtige zu tun und verzweifeln, weil wir nicht an uns selbst glauben.

Mit diesem Artikel möchte ich dir zeigen, dass du nicht alleine bist. Es geht uns allen ähnlich. Ich möchte dir Mut machen und dir sagen, dass du trotz dieser Zerrissenheit, Überforderung, Traurigkeit, Schuld und Wut in dir, gut genug bist, so wie du bist. Wir dürfen all das einfach mal im Raum stehen lassen und lernen diese Gefühle auszuhalten.


Wir können lernen uns dafür NICHT zu schämen. Wir können ihnen liebevoll begegnen, indem wir sie nicht wegdrängen. Wir können ihnen erlauben da sein zu dürfen und uns davon lösen perfekt sein zu wollen. Wir können uns fragen: "Warum wir all das fühlen? Was ist der Grund? Welche Bedürfnisse werden missachtet, dass diese harten Emotionen so viel Platz in unseren Herzen erhalten? Wer oder was triggert mich?" Wir können in Kommunikation mit uns treten. Wir werden Antworten bekommen. Diese Antworten auf diese Fragen bringen uns zu uns zurück. Sie verbinden uns mit unseren Gefühlen und unseren Bedürfnissen.




Was fürs Herz

Du bist die Meisterin deines Lebens. Sei nicht so hart zu dir und schau, was du alles Gutes tust? In deinem Schutz getragen, erschaffst du für deine Lieblingsmenschen ein liebevolles zu Hause. Du schenkst ihnen Geborgenheit, Sicherheit und bedingungslose Liebe. Du umsorgst sie und bist für sie da - ob am Tag oder bei Nacht. Du bist ihr nährender Fels in ihrer Brandung. Was täten sie nur ohne dich?


Sie hin und feiere dich für all das! Denn dadurch, dass du da bist, geht es ganz vielen Menschen in deinem Leben gut.


Und auch wenn du zwischendurch das Gefühl hast allein zu sein, dich das Leben immer wieder überwältigt und du dich hilflos und machtlos fühlst, sollst du wissen, dass du gut genug bist. Du darfst all diese Zerrissenheit fühlen und gleichzeitig darfst du dich daran erinnern GUT GENUG ZU SEIN. Gut genug, um für dich selbst zu sogen und gut genug, um ein wunderbarer Wegbegleiter für deine Lieblingsmenschen zu sein.


Love to you, deine Sakina.




 
 
 

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